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Wie fotografiere ich Nordlichter?

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Mit welchem Equipment und welchen Einstellungen fotografiere ich am besten Nordlichter?

Ausrüstung

Sie benötigen keine umfangreiche Ausrüstung, um das Nordlicht zu fotografieren, doch einige Aspekte sind absolut notwendig:

  • Kamera: Optimal ist eine Kamera mit Wechselobjektiven, doch im Prinzip können Sie jede Kamera verwenden. Je größer der integrierte Bildsensor ist, desto weniger körnig werden die Fotos sein.
  • Objektiv: Ein Weitwinkel-Objektiv ist am besten, vorzugsweise mit einer Brennweite zwischen 10 und 24 Millimetern und einer maximalen Blendenzahl von f/2.8 oder besser (zur Not auch f/3.5). Sie müssen den Fokus unbedingt manuell einstellen.
  • Robustes Stativ: Um unscharfe Bilder durch Kamerabewegungen zu vermeiden. Empfohlen ist auch guter Kamerakopf, der die unabhängige Einstellung jeder Achse ermöglicht. Wenn Ihr Stativ instabil ist, hängen Sie einen schweren Gegenstand an die Mittelachse.
  • Fernauslöser: Ein passender Drahtauslöser hilft bei der Verringerung von Vibrationen. Sie können auch einen Selbstauslöser verwendet werden, der heute in den meisten Kameras integriert ist. Wenn Sie keinen Fernauslöser haben, verwenden Sie daher einfach den Selbstauslöser.
  • Speicherkarten: Wenn möglich, nehmen Sie immer zusätzliche Speicherkarten mit. Eine fehlerhafte Karte kann eine sonst ausgezeichnete Reise völlig ruinieren.
  • Ersatzbatterien: Die Kälte entlädt Batterien sehr schnell. Nehmen Sie daher voll aufgeladene Ersatzbatterien mit und tragen Sie diese in einer Tasche, möglichst nahe an Ihrem Körper.

Einstellungen für optimale Fotos

Beachten Sie einige Tipps, um das Nordlicht einzufangen:

  • Deaktivieren Sie den Blitz und automatische Einstellungen.
  • Verwenden Sie immer das RAW-Format. Sie erhalten dadurch die meisten Daten für die spätere Bearbeitung. Die meisten Kameras ermöglichen die gleichzeitige Aufnahme von Fotos in JPG.
  • Stellen Sie den Fokus manuell auf unendlich. Deaktivieren Sie sicherheitshalber den Autofokus.
  • Öffnen Sie die Blendenöffnung und lassen Sie möglichst viel Licht einstrahlen. Die Blendenzahl sollte daher sehr niedrig sein: f/2,8 oder niedriger bei professionellen Objektiven, und f/3.5 oder f/4 für Standardobjektive.
  • Achten Sie auf die Bildkomposition. Gute Fotos zeigen das Nordlicht im Zusammenspiel mit der Umgebung. Wählen Sie daher einen geeigneten Vordergrund: einen Baum, ein Haus, ein Auto oder auch nur den Horizont.
  • Wählen Sie eine ISO-Einstellung zwischen 100 und 400. Bei einem schnellem Objektiv und einer langen Verschlusszeit kann der ISO-Wert niedrig gewählt werden – und umgekehrt.
  • Beginnen Sie mit einer Verschlusszeit von vier bis zwölf Sekunden, und experimentieren Sie dann weiter. Bei längeren Verschlusszeiten werden die Fotos jedoch unscharf, da sich das Nordlicht über den Himmel bewegt. Korrigieren Sie ISO und Blende, wenn nötig.
  • Halten Sie die Kamera so ruhig wie möglich. Verwenden Sie Stativ und Fernauslöser (oder alternativ den Selbstauslöser). Berühren Sie während der Aufnahme keinesfalls die Kamera und schützen Sie Ihr Gerät vor Wind und Wetter.

Es muss nicht komplett dunkel sein. Im Gegenteil: Ein Glanz über dem Horizont kann Ihren Fotos sogar das gewisse Etwas verleihen. Versuchen Sie daher auch, das magische Licht einer Stunde vor oder nach Sonnenuntergang einzufangen. Der Vollmond kann Ihren Fotos zudem in eine gespenstische Atmosphäre tauchen. Experimentieren Sie einfach und holen Sie das Beste aus Ihrer Ausrüstung heraus.

 

Tips aus:  Visit Norway

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